Nach einem langen Winter, der von Mitte November bis Ende Februar dauerte, mit Temperaturen von bis zu minus 20°C und dem ein oder anderen Schnefall war der Wasserspeicher soweit aufgefüllt und das Frühjahr konnte kommen. Allerdings waren beim Austrieb in den unteren Lagen einige Augen vom Frost betroffen. Doch nach dem ersten Regen Ende März, vor dem wir unsere Einsaat in den Boden bekamen, kam eine Trockenphase von 4 Wochen. Dies ist eigentlich sehr unüblich für diese Jahreszeit.
Das Wetter zur Blüte hin war dann nicht ganz so warm aber dafür trocken, was speziell für den Gutedel von großer Bedeutung ist. Alles ließ auf einen guten Herbst hoffen.
Doch schon am 22. Juni wurde die Euphorie von einem Hagelschaden gebremst. Zahlreiche Flächen warem mit einem Schaden zwischen 15 und 60% betroffen. Durch den relatiuv frühen Zeitpunkt konnte der Stock die Mengenverluste bis zum Herbst fast kompensieren aber die Wunden an den Trieben waren doch deutlich.
Auf einen super Juli mit Temperaturen um die 30°C, folgten zwei feuchte Wochen und die erste Fäulnis war zu sehen. Zum Glück wurde es dann aber schnell wieder warm, sodass Sie keine Chance zur Ausbreitung hatte. Unser erster Lesetag war der 6. September und wir konnten ohne Stress und bei tollen Bedingungen bis hin zum 11.11.11 ernten.
Die meisten Weissweine sind bereits gefüllt und warten darauf verkostet zu werden. Sie zeigen sich sehr fruchtig, verspielt und sehr harmonisch. Durch die richtigen Lesezeitpunkte haben wir ein tolles Zusammenspiel zwischen Säure und Alkoholgehalt gefunden. Die Rotweine liegen noch im Fass und werden Anfang April auf die Flasche gefüllt. Sie zeigen zum jetzigen Zeitpunkt eine enorme Reife und eine sehr gute Farbausprägung.
Das absolute Highlight dieses Jahrgangs ist eine Gutedel Spätlese die wir am letzten Erntetag einfahren konnten. Unser Martini-Wein vom 11.11.11.
Ihre Winzerfamilie Faber